von Fiona Hillmann (7.3) und Janna Kerkdyk (Mobilitätsbeauftragte der RBG)
Im Rahmen der Kulturtage fand vom 3. bis 5. November 2025 der Workshop „Von der Gefahrenstelle zur Lieblingsstrecke – wir gestalten unseren Fahrrad-Schulweg selbst“ statt. Drei Tage lang beschäftigten sich Schüler:innen der Jahrgänge 6 bis 11 intensiv mit der Frage, wie der Schulweg sicherer, attraktiver und fahrradfreundlicher werden kann.
Mit Unterstützung zahlreicher externer Expert:innen erarbeiteten die Schüler:innen an der Planung eines Fahrrad-Schulbusses (Bikebus), zeichneten mögliche Haltestelle auf ihrem Schulweg, aber auch Problemstellen rund um die Schule ein.
Am ersten Tag gaben mehrere Fachleute spannende Einblicke:
- Christoph Werner vom VCD (Verkehrsclub Deutschland) stellte die Arbeit des Vereins sowie des Arbeitskreises „Hildesheim will Rad fahren“ vor und motivierte die Schüler:innen, mit dem Fahrrad zu fahren.
- Michael Danner, Experte für Umweltkommunikation, erklärte, an welche Instanzen man sich mit eigenen Anliegen wenden kann und wie man bei der Stadt einen Antrag stellen kann.
- Frank Auracher, u.a. als Sozialarbeiter tätig im Bereich „Quartiersmanagement“ präsentierte eine Simulation der zukünftigen Fahrradverbindung entlang des geplanten Multifunktionshofs und der Vierfeld-Sporthalle und zeigte auf, wie die Nordstadt fahrradfreundlicher gestaltet werden könnte.


Am zweiten Tag stand die Praxis im Vordergrund:
- Andreas Dietrich vom ADFC machte Werbung für die Kidical & Critical Mass, führte in das Konzept des Bikebus ein – also das gemeinsame Fahren in Gruppen – und erklärte, wie man Fahrradschulbusse oder Schulstraßen organisieren kann.
- Gemeinsam mit ihm entwickelten die Schüler:innen Routen, zeichneten mögliche Haltestellen ein und sammelten GPS-Daten für den „RBG-Bikebus“.
- Christoph Brandes, der Fahrrad- und Fußgängerbeauftragte der Stadt Hildesheim, berichtete, wie die Stadt Schülerprojekte unterstützen kann. Außerdem zeigte er anschaulich anhand von Voher-Nacher-Fotos, wie und wo Problemstellen für Fahrradfahrer:innen bereits behoben werden konnten.
- Zum Abschluss des Tages sprach Ekkehard Domning, Bürgermeister der Nordstadt, über die Bedeutung von Fahrradprojekten – und begleitete die Gruppe und Projektpartner:innen auf einer Fahrradtour durch die Nordstadt, bei der Gefahrenstellen gesichtet und dokumentiert wurden.


Am letzten Tag standen Auswertung und Zukunftsplanung im Fokus:
- Dietmar Nitsche vom ADFC stellte die Arbeit des Vereins sowie mögliche Schulprojekte vor.
- Tinka Dittrich präsentierte das „Hilde-Lastenrad“ und erklärte, wie Förderanträge gestellt und ehrenamtliches Engagement gestärkt werden können.
- In einer Videokonferenz berichtete Katja Hübner von den Peerleaders, warum Projektarbeit wichtig ist, und inspirierte die Gruppe mit Beispielen aus ihrer Arbeit. Besonders gut kam die „Klima-Tour“ an, bei der verschiedene Partner:innen aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam losradelten und eine Geschichte zum Thema „Klimawandel“ erzählten.
Anschließend trugen die Schüler:innen ihre Ergebnisse zusammen, zeichneten gefährliche Strecken auf Stadtplänen ein und entwickelten konkrete Verbesserungsvorschläge. Die abschließende Präsentation zeigte eindrucksvoll, wie engagiert, kreativ und lösungsorientiert die Teilnehmenden arbeiteten.
So wurde aus dem Workshop nicht nur eine spannende Projektarbeit, sondern ein wichtiger Schritt hin zu einer wirklich fahrradfreundlichen Schule – gestaltet von den Schüler:innen selbst!
Link zum Film "Fahrradkulturtage"




