UNESCO-Dialogtag am 09.12.2025 am Hainberg-Gymnasium

von Kristine von der Recke

Was ist ein Dialogtag? Gemeinsame Netzwerkarbeit von mindestens zwei UNESCO-Projektschulen, in unserem Falle kamen drei Schulen zusammen.

Unser Dialogtag begann in Göttingen durch die Begrüßung der UNESCO-Koordinatorin Anne Weiß nach der störungsfreien Anreise mit der Deutschen Bahn.

Unsere RBG-Gruppe besteht aus Schüler:innen des 7., 9. und 11.Jahrgangs einem KSL-Mitglied, BNE-Beauftragten und UNESCO-Koordinatorinnen. Wir wurden von zwei freundlichen Schülerinnen am Bahnhof abgeholt und kompetent durch die Innenstadt Göttingens zur Tagungsstätte geleitet.

Dort trafen wir auch auf eine UNESCO-Delegation der Adolf-Grimme-Gesamtschule aus Goslar.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller Beteiligten, stellt die gastgebende Schule ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte in der UNESCO-Arbeit vor.

Anschließend gab es einen Austausch in Gruppen. Die Schüler:innengruppe erarbeitete anhand von vier Leitfragen ein Ergebnisprotokoll während die Lehrer:innengruppe schnell abschweifte und sich über die Umsetzung von Projektarbeit austauschte. Da am Hainberg-Gymnasium ein Neubau ansteht, waren neue Formate für Unterricht und Schulentwicklung auch ein Thema.

Beim Rundgang durch die Schule konnten viele Projektergebnisse aus der 30- jährigen Geschichte als UNESCO-Projektschule bestaunt werden.

Viele der beeindruckenden Arbeitsergebnisse wurden bestaunt. Eine Arbeitsgruppe von Schüler:innen, die schon 2018 eine Quere-AG ins Leben riefen, die bis heute sehr aktiv im Schulleben präsent sind und an einem von drei Projekttagen im Jahr spannende, vielfältige, jahrgangsübergreifende Projektarbeit Peer to Peer anbieten, ist besonders im Gedächtnis geblieben.

Mittags gab es für alle Teilnehmer in der lichtdurchfluteten Mensa Nudeln mit Tomatensoße.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Hainberg-Gymnasiums ist die Erinnerungskutur. So gibt es eine Gedenkwand mit den Namen der jüdischen Mädchen, die 1938 die Schule verlassen mussten. Auch die Feltrinelli-Schönthal-Bücherei wurde uns vorgestellt und wir erfuhren von dem beeindruckenden Verbindung der ehemaligen jüdischen Schülerin Inge Schönthal und ihrer Beziehung zum Hainberg-Gymnasium. Frau Weiß erzählte die beeindruckende Lebensgeschichte dieser jungen Frau, die die Schule kurz vor Kriegsende 1945 verlassen musste, nach Hamburg radelte, um eine Fotografin von Weltrang zu werden. Durch Heirat in eine bekannte italienische Verlegerfamilie wurde sie Verlegerin und stiftete Bücher und Kontakte zu Autoren.

In einer kurzen Feedbackrunde wurde die Zusammenarbeit der Schüler:innengruppe, dies ist ein neues Format bei den Dialogtagen, von allen Jugendlichen als sehr wertvoll erachtet.