Per Zoom zu Gast in Tansania

von Kristine von der Recke

Das UNESCO-Profil nutzte die Chance, im Lerncenter C.1.4 an einer Zoom-Konferenz zum Thema MILPA teilzunehmen, zu der unsere externe Tansania-Gruppe eingeladen hatte.

Auf deutscher Seite führten Wilfried Kretschmer und Henning Rosahl durch das Programm, die tansanische Seite wurde von Joseph Gamassawe und Naishije Saitoiti Mollel vertreten.

Hauptthema war das MILPA-Projekt, das die Tansania-Gruppe in diesem Jahr zum dritten Mal initiert hatte.

MILPA ist ein traditionelles mesoamerikanisches Agrarsystem, das vor allem in Mexiko und Mittelamerika verbreitet ist. Das System basiert auf dem Anbau von Mais, Bohnen und Kürbis in einem Mischanbausystem. Diese Pflanzenkombination wird oft als die „drei Schwestern“ bezeichnet, weil sie symbiotisch zusammenarbeiten:

– Der Mais dient als Stütze für die Bohnen, an der sie hochklettern können.

– Die Bohnen fixieren Stickstoff im Boden, was den Nährstoffgehalt verbessert und den Boden fruchtbarer macht.

– Der Kürbis breitet sich auf dem Boden aus und reduziert durch Beschattung die Verdunstung und das Unkrautwachstum.

Diese Methode fördert die Artenvielfalt, nutzt die Ressourcen effizient und verbessert die Bodengesundheit. Außerdem fördert sie eine vielfältige Ernährung, da die drei Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe liefern. Die MILPA-Anbaumethode ist ein Beispiel für nachhaltige Landwirtschaft.

In Tansania nehmen sechs Schulen an dem Projekt teil, in Deutschland sind es drei Schulen. Der Ablauf des Projekts in Tansania ist an die Regenzeit gebunden. Die Schulen beginnen im März mit der Anlage von Beeten in den Schulgärten; zu Beginn der Regenzeit wird dann eingesät. Im Jahr 2025 wurde mit Spenden aus Deutschland die Agrarökonomin Naishije Saitoiti Mollel angestellt, die die Schulen vor Ort fachlich unterstützt. So wurde der Anbau klug terminiert, die Aussaat in zwei Intervalle geteilt und es wurden Zäune beschafft, um die Zerstörung der MILPA-Beete durch Weidevieh zu verhindern. Der Austausch über WhatsApp Gruppen zeigt beste Ergebnisse in diesem Jahr. Joseph Gamassawe, Schulleiter der Namayani-Primary-School (s. Foto) berichtete von den sehr guten Ernteergebnissen im Schulgarten seiner Schule, Naishije Saitoiti Mollel zeigte auf, dass das Projekt an allen Schulen erfolgreich war, die Schulen, die Wasser zum Giesen zur Verfügung hatten und nicht nur auf den Monsunregen angewiesen waren, besonders gute Ernteerträge erzielt hatten.

Zum Abschluss vereinbarten beide Seiten, dass auch im Jahr 2026 mit der Unterstützung aus Hildesheim das MILPA-Projekt wieder durchgeführt werden soll.

Fazit eines Schülers nach diesem interessanten Nachmittag: Das MILPA-Projekt ist echt interessant und man sollte in der Schule gut Englisch lernen, um sich mit den Menschen in Tansania verständigen zu können.