Das Fastenbrechen zusammen erleben, ein Abend voller Herz und Gemeinschaft

von Giovanna Saluci-Aydoğdu

Noch knapp zwei Stunden bis zum „Iftar“. So nennen Muslime das abendliche Fastenbrechen während des Fastenmonats Ramadan.

Am Montag, den 16.04., haben wir, Kristine von der Recke und Giovanna Saluci-Aydoğdu, mit der gesamten Klasse 7.5 das gemeinsame Fastenbrechen in der Schule im Klassenraum durchgeführt. Der Wunsch einiger Kinder war es, dass „Sharing Ramadan“ einmal gemeinsam mit allen zu erleben. „Beim Ramadan geht es um das Zusammensein“, sagte ein Schüler.

Ich, als deren Stammgruppenleiterin, fand es eine sehr schöne Idee und wollte den Wunsch meiner Klasse gerne erfüllen. Also hatten wir uns gemeinsam entschieden, dass jede/r etwas zum großen bunten Buffet mitbringt und wir uns in der Woche um 17:45 Uhr treffen. Als special guest hatte ich Kristine von der Recke gefragt gehabt, ob sie dabei sein möchte (als deren Deutsch- und RWuN-Lehrerin) und sie sagte direkt zu. Toll! Sie überraschte die Klasse gegen 18:15 Uhr und alle hatten sich riesig gefreut. Am Abend gab es eine sehr leckere große Auswahl an Essen.

Von herzhaft bis zuckersüß (wie zum Beispiel Börek, Pizza, Baklava und Schokoladen-Kakaokuchen) war alles dabei.

Ab 18:30 Uhr durfte das Buffet eröffnet werden und bis dahin hatten wir es uns gemütlich gemacht und Gruppentische gebildet. Einige spielten das Spiel UNO, einige unterhielten sich, es wurde Musik gehört, sowohl Ostereierdeko als auch Ramadandeko aus Holz angemalt (um den Klassenraum schön zu schmücken), Sammelkarten mitgebracht und angeschaut und sich einfach nur unterhalten.

Bevor wir mit dem Essen beginnen durften, haben sich Malak, Ghazal und Amira bereit erklärt gehabt der Klasse vorher zu erklären, wie sie das Fastenbrechen zu Hause beginnen und den anderen MitschülerInnen berichtet, was in dem Fastenmonat passiert und noch vieles mehr. Es ist schön, dass verschiedene Feste gemeinsam und untereinander erklärt und gefeiert werden bzw. wie an dieser Stelle das „Sharing Ramadan“ zusammen erlebt wird. Mit Wasser und einer Dattel wurde das Fasten traditionell gebrochen.

Zum Abschied folgt eine alte osmanische Tradition und Emre hatte eine sehr große Tüte mit kleinen Ramadangeschenken dabei und sowohl die Kinder als auch die Lehrerinnen erhielten eine Geschenktüte – als Dank dafür, dass sie gemeinsam gegessen haben. An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an die Mutter!

Am Abend haben wir Halay und Dabke getanzt und es war einfach nur eine hervorragende Stimmung. Es gab auch einen Tanz-Battle zwischen den Mädchen und den Jungen. Wir hatten auf jeden Fall alle eine Menge Spaß und die Zeit ist leider mal wieder viel zu schnell vorbei gewesen.

Die Klasse 7.5 wünscht allen schöne, bunte und friedliche Osterferien und allen ein tolles Zuckerfest!