Sommerschule
Seit über 30 Jahren haben mehr als 5.000 SchülerInnen der Robert-Bosch-Gesamtschule (RBG) die kleine dänische Ostseeinsel Årø besucht. Dort machen sie in Form einer Sommerschule ‚Unterricht am anderen Ort‘. In der sozialen Gemeinschaft eines Camps und in einer faszinierenden Naturlandschaft lernen sie unmittelbar vor Ort und selbsttätig im Sinne einer ganzheitlichen Pädagogik. Mittlerweile sind es jährlich fast 200 Achtklässler*innen und ihre Stammgruppenleiter*innen. Und seit 2017 gibt es auch das internationale Baltic Sea Summer Camp für ältere Schüler*innen aus den neun Anrainerstaaten der Ostsee. Das Projekt ist stets gewachsen, qualitativ und quantitativ, schafft es, innovativ zu bleiben, und ist vermutlich einmalig in der Bildungslandschaft Deutschlands.
Die Robert-Bosch-Gesamtschule hat als UNESCO-Projektschule und Hauptpreisträger des deutschen Schulpreises ein besonders großes Interesse daran, das neue UNESCO Programm „Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs“, kurz „BNE für 2030“, umzusetzen.
Das Camp ist und bleibt ein Alleinstellungsmerkmal der Robert-Bosch-Gesamtschule. Sowohl das Sommerschul-Konzept als auch die Infrastruktur und Camp-Angebote wollen wir weiterentwickeln und erweitern. Zukünftig soll dieses Projekt noch stärker ein Leuchtturm und Vorbild für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Niedersachen, Deutschland und im gesamten Ostseeraum werden. Darüber hinaus werden die Camps im Rahmen des Global Citizenship Education Programms des UNESCO Baltic Sea Project eingebunden. Insofern ist dieses Projekt auch ein Modell für zukunftweisende Kooperation im Sinne eines gemeinsames Bildungsaustausches.
Das Ganze gelingt nur, weil es seit Jahren eine ganzjährige, hoch motivierte Arbeitsgemeinschaft von interessierten Schüler*innen aus allen Jahrgängen gibt, die sich um den Aufbau und den Abbau der kleinen Årø-Zeltstadt und um die Wartung der ganzen Ausrüstung kümmert. Jedes Jahr fährt diese Gruppe, das sogenannte „Årø-Aufbauteam“ der Robert-Bosch-Gesamtschule, schon ein paar Tage vor ihren Mitschüler*innen des 8. Jahrganges auf die Insel, um alles vorzubereiten – eine außergewöhnliche Form von Engagement und Hilfsbereitschaft. Das Aufbauteam hat mittlerweile auch ein eigenes Ehemaligen-Netzwerk aufgebaut und wird jahrgangsübergreifend geführt, d.h. erfahrene Schüler*innen übernehmen die Ausbildung der neuen.





Seit 2011 ist die RBG in Tansania aktiv:
Im Massaigebiet Lekrimuni finanzierte die Schule durch eigene Aktionen (z.B. Spendenläufe) und mit großer Unterstützung zahlreicher Partner*innen aus Hildesheim (Stadt und Region) und in Zusammenarbeit mit den Holy Spirit Sisters eine Krankenstation zur Unterstützung der Massai. 2018 wurde die Krankenstation eingeweiht, 2019 konnte ein Krankenwagen von Hildesheim nach Lekrimuni überführt werden. Daneben gibt es eine rege Zusammenarbeit mit der Organisation NAFGEM, die sich gegen die Verstümmelung weiblicher Genitalien („rituelle Beschneidung“) richtet, mit einem NAFGEM-Kindergarten, der sich unmittelbar neben der Krankenstation befindet, mit einer Primary School und mit einer Secundary School. Regelmäßig fahren Schüler*innen-Gruppen der RBG für vier Wochen nach Tansania, um in den verschiedenen Einrichtungen zu arbeiten. Sie erhalten so ganz konkrete Einblicke in die Entwicklungsarbeit. Aktuell ist ein „Incoming“ unserer afrikanischen Partner*innen geplant. Neben den schulischen Aktivitäten gibt es noch einen außerschulischen Lekrimuni-Kreis, der von Dr. Wilfried Kretschmer (ehemaliger Schulleiter der RBG; jetzt Schulleiter der Montessori-Schule „Welträume“ in Hildesheim; Kontakt: info@montessori-hildesheim.de) geleitet wird. Dieser Kreis hat weitere Projekte in Lekrimuni auf den Weg gebracht: Aktuell konnte mit Hilfe einer anonymen Spende eine Berufsschule für Krankenpflege gebaut werden. Die Einweihung erfolgte im Herbst 2022.
Gerne können Sie unsere Arbeit in Lekrimuni durch eine Spende unterstützen!




















Fremdsprache lernen durch Austausch
Ein Schüleraustausch bietet dir viel mehr Einblick in das Leben anderer Menschen und Kulturen als jeder Urlaub und trägt so dazu bei, dass du andere Völker besser verstehst. Nicht immer ist die Begegnung nur einfach, aber in jedem Fall ein Gewinn für das ganze Leben.
Als UNESCO-Projektschule liegen uns die Austauschprogramme besonders am Herzen und wir hoffen, dass alle hier genannten nach der pandemiebedingten Pause wieder stattfinden werden.

Frankreich:
- Austausch mit dem Collège & Lycée Alcide Dusolier in Nontron.
- Zielgruppe: SuS des 8./9. Jahrganges
- Dauer: ca. 8 Tage
- Der Austausch mit dem Collège & Lycée Alcide Dusolier ist der älteste Schüleraustausch der Robert-Bosch-Gesamtschule und besteht seit 1976.
Chile:
- Austauschschule: Deutsche Schule in Temuco
- Zielgruppe: SuS des 10. /11. Jahrganges, Spanisch Fortsetzer, Reisegruppe von max. 10 SuS
- Dauer: 2 Monate im jeweiligen Partnerland
Spanien:
- Austausch mit der IES Las Llamas Santander
- Zielgruppe: SuS des 10./11. Jahrganges Spanisch Fortsetzer
- Dauer: ca. 10 – 12 Tage
USA:
- Austauschschule: Urbandale High School in Urbandale, Iowa
- Zielgruppe: SuS des 10./11. Jahrganges
- Dauer: ca. 14 Tage
Nach der Schulzeit erwartet dich eine wichtige Frage: Welchen Beruf willst du ergreifen? Um Antworten auf diese Frage zu finden, eignen sich Praktika in Betrieben am besten. Aus diesem Grund erwarten dich während deiner Zeit an unserer Schule mehrere Möglichkeiten, die Berufswelt kennenzulernen.
Den Anfang macht die Möglichkeit, dass du im 8. Jahrgang am Zukunftstag teilnehmen kannst, um an einem Tag außerhalb der Schule einen für dich interessanten Beruf zu begleiten.
In Jahrgang 9 nimmst du an der Berufsstartermesse, der Messe Vocatium sowie an der Ideenexpo teil, sodass du einen Überblick über viele Berufe erhältst. Außerdem lernst du in einem dreiwöchigen Praktikum einen Betrieb und Beruf deiner Wahl kennen. Auf dieses Praktikum bereiten wir dich im Fach AWT-BO (Arbeit-Wirtschaft-Technik-Berufsorientierung) vor. Anschließend reflektieren wir gemeinsam mit dir deine Erfahrungen, um Schlüsse für deine Berufswahl zu ziehen.

In der Oberstufe wird im 11. Jahrgang ein weiteres Betriebspraktikum durchgeführt, damit du einen weiteren Beruf kennenlernen kannst, den du nach dem Erreichen der Fachhochschulreife oder dem Abitur aufnehmen kannst. Dieses Praktikum findet aktuell zweiwöchig im Februar statt. Während dieser Zeit schreibst du auch einen Praktikumsbericht. Um dich auf das Praktikum und den Bericht vorzubereiten, wirst du in einer Einzelstunde „Berufs- und Studienorientierung“, die zum Fach Politik-Wirtschaft gehört, darauf vorbereitet.