Berlinfahrt des 10. Jahrgangs

von Dagmar Wenzel

Auch wenn der zeitliche Ablauf des Programms auf der Berlinfahrt in diesem Jahr etwas ungünstig war, war die Bahn zumindest pünktlich, als sich der 10. Jahrgang am 24. Februar auf die zur Tradition gewordenen Fahrt begab. So konnte bereits der Vormittag zum Erkunden der Großstadt genutzt werden. Berlin hat viel zu bieten und so zog es manche Schüler zum vielfältigen Angebot verschiedener Geschäfte, andere griffen mit dem Besuch des Holocaust-Mahnmals Unterrichtsinhalte auf und wiederum andere nutzten die Gelegenheit zu politischer Teilhabe am Jahrestag des Ukraine-Kriegs durch die Teilnahme an der Demonstration am Brandenburger Tor.

Nachdem um 15 Uhr endlich das Hostel bezogen und zum Ausruhen der schon etwas müden Füße genutzt werden konnte, begaben sich manche noch ins Spionage-Museum oder nahmen ein frühes Abendessen ein, da der Besuch des Bundestages in den Abendstunden lag. Leider bestand dieser in diesem Jahr ausschließlich aus dem Besuch der Kuppel und durch den Staatsakt für die verstorbene ehemalige Ministerpräsidentin und Präsidentin des deutschen Bundestages Rita Süssmuth das auch noch zu fast nachtschlafender Zeit. Durch die gläserne Kuppel konnte aber zumindest ein Blick auf den Plenarsaal geworfen werden und das sich bietende Panorama des nächtlichen Berlins war wunderschön. Mit im Schnitt 20.000 Schritten auf dem Zähler fielen im Anschluss alle müde ins Bett. Aber da zum Reden die Füße nicht genutzt werden müssen, war für so manchen die Nacht doch etwas kürzer. Dem Hostel konnten wir am nächsten Tag pünktlich „auf Wiedersehen“ sagen und bei strahlendem Sonnenschein unterschiedliche Angebote ansteuern. Das Spionage-Museum, das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, das Naturkunde-Museum oder das DDR-Museum standen auf dem Plan. Mit reichlich Eindrücken und plattgelaufenen Füßen wurde am späten Nachmittag die Heimreise angetreten. Ob Berlin als als bunte Großstadt oder als Zentrum der Politik, Begegnungen mit Bruce Darnell oder Alexander Gauland, beklemmende Eindrücke durch den Besuch von Gedenkstätten oder das Verweilen an der Spree im Sonnenschein – jeder hat von unserem Besuch besondere Eindrücke mitgenommen.