Smartphone aus – Leben an

von Hilke Brunken-Harms

„Wir bekommen Jugendliche nicht dazu, weniger am Smartphone zu sein, in dem wir ihnen sagen, dass sie weniger am Smartphone sein sollen. Wir schaffen das, indem wir ihnen helfen, ihr Leben zu leben.“

Dieses Zitat von Jacob Weizmann, einem der Gründer des Projekts „Smartphone aus – Leben an“ erklärt den wichtigsten Grundsatz des Programms. Am 1. September startete die RBG mit einem Elternabend in das Projekt. Das Besondere dabei ist, dass nicht nur unsere Schüler*innen den sinnvollen Umgang mit dem Smartphone lernen sollen, sondern dass auch Eltern und Lehrkräfte das Programm absolvieren können. Am 2. September starteten die Jahrgänge 8 und 11 als erste Jahrgänge der RBG und kamen zum sogenannten Kick off in der Multifunktionshalle zusammen. Das Projekt zieht nicht nur schulisch die Aufmerksamkeit auf sich, so machte sich ein Filmteam von Sat 1 auf den Weg und begleitete den Kick off. Jacob Weizmann und Linda Schmiedel begrüßten die Jugendlichen und führten in die nächsten Wochen ein.

Dabei gab es zum Start erschreckende Zahlen über durchschnittliche Bildschirmzeiten von sieben Stunden am Tag, die Jugendliche haben. Verdeutlicht wurde dieses Ausmaß dadurch, dass Weizmann ihnen anhand des fiktiven Film des Lebens veranschaulichte, dass sie in 60 Jahren ca. 25 Jahre insgesamt an ihrem Smartphone verbracht haben werden, wenn sie diese Bildschirmzeit nicht reduzieren. In dem Projekt geht es nicht darum, den erhobenen Zeigefinger zu heben oder straffe Regeln aufzustellen, es geht viel mehr darum, das eigene Nutzungsverhalten zu reflektieren und die gewonnene Zeit mit anderen Aktivitäten zu füllen. Die Jugendlichen benennen selbst ganz klar, dass sie viel zu viel Zeit am Handy verbringen und dass sie diese gerne reduzieren möchten. So geht es darum, nicht nur das Smartphone aus, sondern eben das Leben anzuschalten. So sollten sich die Schüler*innen in einer ersten Übung überlegen, für welche Aktivität sie ihre gewonnene Zeit verwenden wollen. Jahrgang 8 und 11, viele Lehrkräfte und Eltern sind nun eingestimmt und freuen sich auf den Projektstart am Montag.

Link zum Beitrag in SAT 1