Erasmus+ an der RBG

Internationale Kooperationen, interkultureller Austausch und gemeinsames Lernen erweitern Perspektiven, bauen Vorurteile ab und stärken gleichberechtigte Bildungschancen. Erasmus+ nutzt Vielfalt als Ressource und fördert eine inklusive, weltoffene, demokratische Schulkultur.

Erasmus+-Mittel ermöglichen allen Schüler/innen – unabhängig von Herkunft, Fähigkeiten oder sozialen Bedingungen – Zugang zu internationalen Erfahrungen und stärken Inklusion, Vielfalt und Teilhabe.

Unsere Ziele:

Inklusiver, innovativer und europäisch orientierter Unterricht heißt auch Selbstständigkeit, Chancengerechtigkeit und interkulturelle Kompetenzen fördern.

Allen Schüler:innen soll der Zugang zu chancengerechtem, praxisnahem und europäisch orientiertem Lernen ermöglicht werden. Lehrkräfte werden durch Fortbildungen befähigt,  Projekte zum Thema Inklusion und Vielfalt kompetent zu begleiten und die Erfahrungen nachhaltig im Unterricht zu integrieren.

In internationalen Projekten können die Schüler:innen ihre Demokratiekompetenz gezielt vertiefen, indem sie Verantwortung übernehmen, gemeinsame Entscheidungen treffen und Projekte aktiv mitgestalten. Durch Workshops, Peer-Learning und digitale Dokumentation lernen sie, eigene Standpunkte reflektiert zu vertreten, verschiedene Perspektiven einzubeziehen und Ergebnisse transparent zu präsentieren. Auch die Lehrkräfte haben die Möglichkeit, an Fortbildungen zum Thema Demokratiebildung teilzunehmen.

Schüler:innen haben die Möglichkeit (Erasmus AG), an e-twinning-Projekten teilzunehmen, um digitale Zusammenarbeit zu erproben und internationale Partner kennenzulernen. Medienkompetenz kann sich auch darin zeigen, Lernprozesse international zu vernetzen. Lehrkräfte können

Fortbildungen zu Lernapps, KI-Anwendungen, Blended Learning und digitalen Tools erhalten, um Unterricht langfristig digital kompetent, schülerorientiert und zukunftsgerichtet zu gestalten.

Kompetenzen für nachhaltiges Handeln und Umweltbewusstsein werden ausdrücklich gefördert.

Schüler/innen sollen mehr über den Klimawandel, seine Folgen und ökologische Gefahren lernen und ein Verständnis für einen vertrauensvollen und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur entwickeln. Lehrkräfte sollen in Fortbildungen zusätzliche Anregungen erhalten, wie sie Umweltschutz systematisch in den Unterricht integrieren können.

Schülermobiltät

Kurzeitprojekte

SPANIEN

von Clemens Duelli

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

Erasmus plus ermöglichte eine Schülermobilität in Spanien zum Thema „Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft“. Die 14 Schüler:innen aus den Jahrgängen 9, 10 und 11 konnten im Juni 2026 in Spanien eine andere Schullandschaft kennenlernen und sie konnten insgesamt eine unterschiedliche Kultur wahrnehmen.

Die spanische Schule legt großen Wert auf Nachhaltigkeit, so dass die Schüler:innen vor Ort neue Erfahrungen sammeln konnten. Auch in der Theorie wurde die Nachhaltigkeit für die Schüler:innen mit Arbeitsblätter (SDGs) gefestigt. Die gemeinsame Tour auf dem Jakobsweg ließ die Schüler:innen die Natur noch einmal mit anderen Augen sehen.

Personalmobilitäten

Kurzzeitprojekte:

Erasmus plus fördert auch Personalmobilitäten. Einige Lehrkräfte der RBG haben in ihren Ferien an Fortbildungen – unterstützt von Erasmus-plus – teilgenommen:

1. Janina Allnoch war in Valencia vom 12.10.-18.10.2025 zum Thema: Enviromental Education: Learning and Acting for a Better Future.

2. Clemens Duelli war in Málaga vom 23.03.-27.03. 2026 zum Thema: Cultivating Mindful Schools.

3. Christian Abstein war in Sétubal vom 23.03.-27.03. 2026 zum Thema: Green Future course.

4. Lars Hölldobler war in Alicante vom 30.03.-3.04.2026 zum Thema: Curso para profesores.

5. Hilke Brunken-Harms war in Helsinki (Herbstferien) zum Thema: Finnish Models of Student Engangement


ARTIFICIAL INTELLIGENCE IN EDUCATION

von Lars Holldöbler

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in unseren Alltag und damit auch in die Schule. Um mehr darüber zu erfahren, wie sich KI sinnvoll und kreativ im Unterricht einsetzen lässt, reiste ich nach Alicante in Spanien, um an der Erasmus-Fortbildung „Artificial Intelligence in Education: Revolutionizing Learning and Teaching to Empower Educators and Students“ teilzunehmen. Dort lernten wir verschiedene digitale Werkzeuge kennen, mit denen sich Lernprozesse abwechslungsreicher gestalten und Unterrichtsmaterialien einfacher erstellen lassen.

Im Mittelpunkt der Fortbildung standen zahlreiche Apps und Websites, die sich ohne große technische Vorkenntnisse im Schulalltag einsetzen lassen. Dazu gehörten unter anderem ChatGPT, Curipod, Suno und ME-QR. Besonders spannend war es, die verschiedenen Möglichkeiten selbst auszuprobieren und Ideen für den eigenen Unterricht zu entwickeln. Dabei wurde deutlich, wie vielseitig künstliche Intelligenz eingesetzt werden kann, um Lerninhalte anschaulich, interaktiv und motivierend zu vermitteln.

Besonders überrascht hat mich die App Suno, mit der sich eigene Lieder erstellen lassen. So können beispielsweise Lieder mit passenden Vokabeln produziert werden, durch die Kinder spielerisch eine Sprache lernen und neue Wörter leichter verinnerlichen können. Auch die anderen vorgestellten Anwendungen bieten viele kreative Möglichkeiten, die ich künftig in meinem Unterricht nutzen möchte. Die Fortbildung hat mir gezeigt, dass digitale Werkzeuge nicht nur die Unterrichtsvorbereitung erleichtern, sondern auch neue Wege eröffnen, Schüler*innen aktiv in ihren Lernprozess einzubeziehen.

Neben dem pädagogischen Input blieb natürlich auch Zeit, Alicante und die spanische Lebensart kennenzulernen. Bei einer Stadtführung entdeckten wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonders beeindruckend war der Besuch des Castillo de Santa Bárbara, das hoch oben auf dem Berg liegt. Von dort bot sich uns eine fantastische Aussicht über die Stadt, den Hafen und das Mittelmeer.

Auch das Bauwerk Casa Carbonell an der berühmten Promenade Explanada de España ist ein echter Blickfang. Um ihre Entstehung rankt sich laut des Stadtführers eine interessante Geschichte: Der Unternehmer Enrique Carbonell soll zuvor in einem Hotel wegen seines ungepflegten Aussehens abgewiesen worden sein. Aus Ärger darüber habe er beschlossen, direkt daneben ein besonders prachtvolles Gebäude errichten zu lassen, das das Hotel in den Schatten stellen sollte.

Besonders schön war außerdem das sonnige Wetter: Selbst im Oktober waren die Temperaturen noch so angenehm, dass man am Strand baden konnte. Mit vielen neuen Ideen für den Unterricht, spannenden digitalen Werkzeugen und schönen Eindrücken aus Spanien ging es schließlich zurück nach Hause.

Bei weiteren Fragen wendet euch an: clemens.duelli@rbg-hi.de