von Lisa Schinkel
Eine schwimmende Stadt auf dem Meer.
Ein Zufluchtsort, nachdem die Menschheit die Erde zerstört hat. Ein Ort, an dem man es besser machen will. Wie sähe dieser Ort aus?
Diese Frage versuchten die Schüler:innen der 8. Klassen zu beantworten, um sich auf das Theaterstück „Auf See“ vorzubereiten. Ein Klassentheaterstück über eine mögliche Zukunft und genau diesen Ort.
Bereits in der Vorbereitung wurde klar: die Vorstellung von einem besseren Ort ist gar nicht bei allen gleich.
Aber wer hat denn Recht? Und wie weit würden Menschen gehen, um ihre eigene Vorstellung von einem besseren Ort und einer besseren Welt durchzusetzen?
Das findet Yada im Theaterstück „Auf See“ dann heraus. Sie lebt in Seestadt – einem Ort, den ihr Vater mit Gleichgesinnten geschaffen hat, um dort seine Vorstellung von einer nachhaltigen und gerechten Zukunft zu leben. Ihre gesamte Kindheit über hat sie ihrem Vater geglaubt, sie lebe in der besten möglichen Realität. Doch getrieben von Langeweile und Einsamkeit findet sie nach ihrem 17. Geburtstag nach und nach heraus, dass ihre perfekte Welt eine Inszenierung ist. Ein wackeliges Gerüst aus Lügen soll das Scheitern der Idee vertuschen: die Umweltverschmutzung und die Ausbeutung von Menschen. Überwachung, Zwang und die Verweigerung von Informationen und Mitbestimmungsrechten halten das gescheiterte System aufrecht. Das ist weit entfernt von der Vision, die ihr Vater und die anderen Gründer:innen einst hatten.
Yada beschließt zu fliehen.
Was würdest du tun?
Über diese und weitere Fragen, die das Stück thematisiert, konnten die Schüler:innen im Anschluss noch mit einer Theaterpädagogin diskutieren.
Zum Schluss hat auch die Schauspielerin noch die Fragen der Schüler:innen beantwortet. Alle waren beeindruckt von ihrer Leistung, dort alleine in all diese Rollen zu schlüpfen und so viel Text zu lernen.


