von Matthias Reisener
Der zweite Tag in Kreisau ging durch den Magen. Es gab einen Workshop von unseren polnische. Lehrerinnen. Piroggen, Pierogi auf polnische Art. Kartoffeln, Mehl, Frischkäse mussten und durften verarbeitet werden.
Es war zum Heulen …., denn auch Zwiebeln mussten geschält und klein geschnitten werden. Schnell war klar, wer bereits Erfahrungen in der Küche gesammelt hatte und wer die ersten Erfahrungen sammelt. Ein Spaß war es jedenfalls für alle, sogar für die Lehrerinnen, obwohl es nicht unstressig war diesen Workshop gleich zweimal hintereinander durchzuführen. Denn die Gruppen wurden geteilt. Natürlich NICHT nach Deutschen und Polen, sondern Halbe-Halbe, denn schließlich geht es ja um das Kennenlernen und wo gelingt das besser als in der Küche und anschließend beim Speisen. Da kann man nur sagen: „Smacznego“. Das hat aber nichts mit Schmatzen zu tun, sondern bedeutet „Guten Appetit“!






Der zweite Tag in Kreisau ging aber auch durchs Hirn. Der andere Workshop beschäftigte sich mit der Deutsch-Polnischen Geschichte. Es gibt hier eine feste und fantastische Ausstellung zu diesem komplexen Thema. Vom Überfall Nazideutschlands am 1. September 1939, vor 87 Jahren also, bis zur Versöhnung, bis heute also. Auch hier bemerkte man, wer sich schon etwas in der Geschichte auskannte und wer noch am Anfang bei dem Thema stand. Durch eine kleine Rallye durch die Stationen, wieder gemixte Teams natürlich, erweiterten alle Teilnehmenden ihren Horizont. Die Versöhnung, die Vergebung, das Verständnis, , das Verzeihen, das Vertrauen geht immer weiter. Auch darum sind wir jetzt gerade hier….
Der zweite Tag in Kreisau ging also auch zu Herzen. Alle spürten, wie gut wir uns hier verstehen und verbinden. Ein schöner Tag. Was wohl der nächste bringt …










